Donnerstag, 14. Januar 2010
Die SPD fordert, zum Schulhalbjahrstermin 1. Februar alle Referendare, die sich beworben haben, einzustellen. "Der Lehrermangel an Bayerns Gymnasien ist selbstgemacht, weil die Staatsregierung nicht ausreichend Planstellen zur Verfügung stellt", begründet der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Hans-Ulrich Pfaffmann, einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag der SPD.
600 Lehrerinnen und Lehrer haben sich in Bayern nach Abschluss ihres Referendariats zum 1. Februar um die Einstellung am Gymnasium beworben. Nur die Hälfte wird voraussichtlich eine Anstellung bekommen, die anderen 300 Referendarinnen und Referendare gehen leer aus, obwohl sie gebraucht würden.
Pfaffmann: "Die schwierige Lage an Bayerns Gymnasien, vor allem in der reformierten Oberstufe, lässt die Staatsregierung kalt. Immer noch gibt es an den Gymnasien viel zu große Klassen; es fehlt an Ganztagsangeboten und der Unterrichtsausfall ist noch zu hoch. Deswegen ist die Einstellung gut ausgebildeter junger Lehrer weiter angesagt. Nur ab einer Note von 1,4 einzustellen, wie in der Fächerkombination Deutsch/Geschichte jetzt geschehen, ist absurd und bedeutet ein Verschleudern wichtiger Ressourcen."